Chronik der Protection Civile

Chronik der Felser Protection Civile

von 1962 bis 2002


Im Rahmen der Reorganisation der Protection Civile durch das Gesetz vom 31 Dezember 1960, wurde in der Ortschaft Larochette im Jahre 1962 ein Interventionzentrum gegründet. Hauptträger war die freiwillige Feuerwehr. Durch aktive Werbung konnte in kurzer Zeit über 60 Mitglieder für die verbleibenden Sparten gewonnen werden. Die beiden Funktionen freiwillige Feuerwehr und Protection Civile wurden zum grössten Teil von denselben Leuten ausgeführt.
Neben dem schon bestehenden Feuerwehr und Rettungswesen, wurde eine Erstehilfesektion aufgestellt. Vorbereitungskurse wurden an den Wochenabenden durch den Instruktor Arsene Stracks aus Petingen abgehalten als Vorbereitung eines kommenden Ambulanzdienstes.
Als Chef de Centre wurde Herrn Pierre Ginter Bürgermeister auf den Posten durch Ministerialbeschluss ernannt. Als Chef de Centre adj. wurde Herr Jean Engels und Rene Bisenius ernannt.
Die Brigade mobil des volontaires de la Protection Civile welche aufgestellt wurde, stand unter der Leitung von Herr Jean Pierre Schank. Beigeordneter Brigardechef war Herrn Henri Birscheidt aus Lintgen.
Das Land war eingeteilt in zwei Kolonnen. Die Grenze verlief von Echternach quer durchs Land bis nach Martelingen. Larochette gehörte zusammen mit Lintgen und Echternach zur Gruppe Vier unter dem Gruppenchef Herrn Emile Becker und Gruppenchef adj. Herrn Paul Heynen aus Larochette wo jedes Interventionszentrum in sechs Sektionen unterteilt war und zwar:

Sektion Erstehilfe-Ambulanzdienst
Sektion Rettung und Bergung
Sektion Feuerwehr
Sektion Welfaire (zuständig für Essen und Verpflegung)
Sektion NBC (Nukleartechnik,Biologie und Chemie)
Sektion Genie (zuständig für die Instandsetzung von Wasser,Gas und Elektroleitungen)
Kurse wurden in den verschiedenen Sparten regelmässig abgehalten. Der erste Ambulanzwagen Marke Citroen wurde am 11. März 1963 im Hofe der alten Karsene in Luxemburg überreicht. Die Zahl der Ambulanz Sanitäter betrug 32 Mitglieder. Der erste Bereitschaftsdienst wurde kurze Zeit später aufgestellt und erstreckte sich täglich über 24 Stunden.


Das Aktionsfeld des Ambulanzdienstes erstreckte sich auf folgende Gemeinden und ihre Ortschaften:
Larochette mit Ernzen,Meysemburg,Goudelt,Weydert und Leydenbach.
Heffingen mit Reuland, Reuland-Mühle,Soup.
Junglinster mit Godbringen, Blumenthal, Graulinster, Beidweiler, Eschweiler, Rodenbour.
Waldbillig mit Christnach, Haller, Müllerthal, Freckeisen.
Befort mit Grundhof, Vogelsmühle, Dillingen.
Consdorf mit Breidweiler, Colbette.
Medernach mit Savelborn, Kengert.
Ermsdorf mit Eppeldorf, Folkendingen, Stegen
Nommern mit Schrondweiler, Aechekbour, Oberglabach.
Fischbach mit Angelsberg, Schoos, Koedingen, Schilzberg.
Der Ambulanzwagen A1448 war im Gebäude des früheren Landwirtschaftsvereins untergebracht, welcher umgeändert wurde. Das Lokal der Feuerwehr wurde ebenfalls umgeändert wodurch ein Instruktionssaal für die Belange der Feuerwehr und der Protection Civile entstand.
Im Jahre 1965 wurde von der Direktion der Protection Civile ein altes Militärfahrzeug dem Interventinszentrum und der Feuerwehr zur Verfügung gestellt.

Eine Jugendsektion der Secouristen wurde 1966 gegründet unter dem Namen „Felser Baby-Secouristen". Diese Sektion wurde durch die Herren Ginter Pierre und Becker Emile im Einverständnis mit dem Herrn Director Max Brahms der Protection Civile aufgestellt. Die Leitung lag in den Händen von Herrn Thony Chiafonie der mit viel Geduld und Können 25 Jugendliche aus Fels und Ernzen im Alter von 10 bis 16 Jahren in Erstehilfe unterrichtete. Das Resultat war sehr zufrieden stellend wenn man den Bericht über die Diplomüberreichung vom 8 April 1967 nachliest. Die Sektion wurde nach dem ausscheiden von Herrn Chiafonie von Herrn Ernest Roth weiter geführt und ausgebaut, wodurch mit dem Alter von 17 Jahren viele gut ausgebildete junge Sekuristen dem Ambulanzdienst beitraten.
In dem Jahre 1968 wurden durch die Demission von Herrn Pierre Ginter und Engels Jean als Chef de Centre und Chef de Centre adj. die Herren Pomes Armand sowie Marc Schlungs als Chef de Centre und Herrn Rene Bisenius als Chef de Centre adj. ernannt.

Im Jahre 1970 wurde eine Reorganisation der Infratruktur der in der Protection Civile vorgenommen. Die vorbenannten Herren schieden aus den Führungsgremien des Interventionszentrur aus und wurden durch Ministerialbeschluss vom 15 Juni 1970 durch die Herren Emile Becker als Chef de Centre und Pierre Wies als Chef de Centre adj ersetzt. Am 5. September 1974 fand eine Inspektion des Ambulanzwagens durch den Herrn Innenminister Jos Wohlfahrt und dem Herrn Direktor Max Brahms statt wo nachtäglich ein Anerkennungsschreiben des Herrn Minister mit einer sehr guten Note eingegangen ist.

Im Monat Juli 1975 nach 13 Jahren mit einem Kilometerstand von 54.243 km und 1.078 Einsätzen wurde die alte Ambulanz ausser Dienst gestellt. Ein neuer und viel modernerer Ambulanzwagen A 1836 der Marke Opel-Admiral mit Aufbauten der Firma Miese aus Bonn wurde am 23. Juli 1975 durch den Herrn Gesundheitsminister Emile Kriebs und den Herrn Leo Jung Direktor der Protection Civile im Schulhof in Fels überreicht und eingeweiht im Beisein der Gemeindeautoritäten der Gendarmerie, des Lehrpersonals und der Bevölkerung.
Eine gross angelegte Übung des Anbulanzdienstes unter Mitwirkung der Sektionen Incendie und Sauvetage vorgeführt. Die Übung fand grossen Anklang bei den Anwesenden. Ein Ehrenwein wurde von der Gemeindeverwaltung angeboten. Dieses Fahrzeug ist nach den letzten Erkenntnissen ausgestattet und bietet viele Verbesserungen für die Patienten und das Personal.

Das im Jahre 1965 überstellte Fahrzeug Marke Dodge und das aus Armeebeständen umgebaute Rettungsfahrzeug Ford Truck, wurden im Jahre 1980 durch ein Schnellrettungsfahrzeug Range Rover mit Ausstattung der Firme Ziegeler auf der journée national der P.C. in Diekirch durch den Herrn Innenminister an das Interventionszentrum feierlich übergeben.
Eine Einweihung in Fels fand mit einer grossen Übung mit folgendem Zenario statt. Schulkinder die über den Fussgängerstreifen zum Bus liefen, wurden von einem Personenwagen angefahren und dieser gegen den Bus geprallt. Die Hilfskräfte waren auf der Unfallstelle anwesend mit dem Tankwagen, dem neuen Rettungswagen und zwei Ambulanzwagen. Die Gendarmerie leitete den Strassenverkehr um. Die Übung fand bei allen eine grosse Anerkennung. Ein von der Gemeindeverwaltung angebotener Ehrenwein beschloss die Vorführung.
Am 19. Juli 1980 beteiligte sich die Rettungs- und Feuerwehrsektionen mit den Schnellrettungswagen Range Rover und dem Tankwagen an den Festlichkeiten der Feuerwehr aus Neuerburg zu ihrem hundertjährigen Bestehen.
Am 22. März 1982 wurde Emile Becker jr. durch Ministerialbeschluss
zum Chef de Centre adj. ernannt.
Am 5. November 1983 wurde die Ambulanz A1836 Opel Admiral nach 143.121 Km mit 2.823 Einsätzen durch ein neues Fahrzeug A3380 Marke Mercedes Benz mit Aufbauten und Inneneinrichtung der Firma Miesen aus Bonn im Hofe der Schule übergeben und eingesegnet. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das zwanzigjährige bestehen des
Interventionszentrum begangen in Anwesenheit von vielen Persönlichkeiten. Beim anschliessenden Ehrenwein angeboten durch die Gemeindeverwaltung wurde ein Rückblick über diese Zeit vorgetragen welcher mit viel Applaus belohnt wurde.
Durch die dauernde Erweiterung und Modernisieren des Fuhrparks der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und Ambulanztätigkeiten war die Unterstellung in den bestehenden Gebäuden viel zu klein und überfüllt, dass nach einer Lösung gesucht werden musste. Im Einvernehmen mit der Gemeinde und dem Herrn Direktor Jung der Protection Civile kam man zum Entschluss eine Erweiterung der aktuellen Gebäude auf gemeindeeigenem Grund zur rechten Seite vorzunehmen.

Die Gemeindeverwaltung beauftragte ein Architektenbüro wodurch die vorhandenen Gebäude umgebaut wurden. Nach genauen Überlegungen wurde jedoch vorgezogen eine teilweise Renovation und einen Neubau rechts vorzunehmen und auf diese Weise für die Zukunft gesorgt zu haben. Nachdem diese Pläne ausgearbeitet waren wurden noch verschiedene Umänderungen und Anpassungen vorgenommen und später danach ausgeführt. Durch sechs Gargentore konnte das gesamte Fuhrwerk gesondert eingestellt werden. Auf der ersten Etage war ein grosser Instruktionsraum, doppelte Toiletten, Dusche, Küche und Büro sowie ein Abstellraum vorhanden.

Die feierliche Einweihung und Übergabe der Gebäude fand am 23. Juli 1988 in Anwesenheit des Kammerpräsidenten, des Innenministers, der Volksvertreter aus dem Bezirk Zentrum, des Präsidenten des Oberfeuerwehrrates mit seinen Mitarbeitern, die Vertreter der Protection Civile Director adj. Herr Gergen sowie Techniker Herr Ahnen. Die Feuerwehrfederation war vertreten durch Landespräsident H. Funk. Die Kantonalfederation durch die Herren Birscheidt und Schuller, die Gendarmeriebrigarde aus Fels mit 4 Beamten welche für Ordnung sorgten. Die philharmonische Gesellschaft zusammen mit der Choral Sängerfrenn übernahmen den musikalischen Teil. Die lokalen Vereine waren durch ihre Präsident und Vorstandsmitglieder vertreten. Mit in den ersten Reihen waren unsere ansässige Ärzte und Mitglieder des Pflegedienstes und des Lehrpersonals.

Die Gemeindevertreter die Herren Bürgermeister und Schöffen der zum Eisatzzenter gehörenden Gemeinden befanden sich unter den geladenen Gästen. Die Feier begann laut Programm mit der Begrüssung des Herrn Weydert Bürgermeister, anschliessend nach den Einlagen der Philharmonie und der Choral gab Emile Becker, Chef de Centre und Kommandant der Wehr Fels einen Überblick der zwei Vereinigungen seit ihrem Bestehen. Für den Ambulanzdienst waren es inzwischen 25 Jahre und nach der Ansprache des Herrn Innenminister Spautz sollten es noch viele geben. Bei dieser Gelegenheit wurde eine Ambulanz des ganz neuen Tys besser bekannt unter Typ SAMU mit der Nummer A4019 an den Chef de Centre adj. Becker Mulles überreicht. Einweihung durch Abbe Waldbillig.
Der Ambulanzwagen A 3380 Mercedes wurde mit 132778 Km und 2,738 Einsätzen in Reserve gestellt. Leider kam es während eines Einsatzes bei einem Autorennen zu einem Unfall, wo ein Rennwagen von der Strasse abkam und gegen die abgestellten Ambulanz rannte welche schwer beschädigt wurde und nicht mehr repariert werden konnte.

Der Ambulanzwagen A4019 welche seit dem 20. Oktober 1987 schon im Betrieb war, wurde am 10. Januar 1999 mit 125.084 Km und 2.379 Einsätzen abgegeben wo sie in einem anderen Zenter als Reserve diente. Da die Ambulanzwagen nach einem bestimmten Chema ersetz werden, teils durch die Kilometerzahl oder die Anzahl der Jahre wurde die fünfte Ambulanz A5452 Typ SAMU am 26. Oktober 1992 in Dienst gestellt. Bevor der alte Wagen zur Reserve am 31.12.2002 mit 134.057 Km und mit 2.805 Einsätzen und kam, stand dieser als zweiter Wagen zur Verfügung.
Der sechste Ambulanzwagen VW Spinter mit Aufbauten und Inneneinrichtung von der Firma Binz A1843 wurde am 21. Januar 1999 in Dienst gestellt und im Mai 1999 eingeweiht durch den Herrn Pfarrer M. Peporte. Die Einweihung fand im Beisein der Vertreter der Direktion der P.C. der Mitglieder des Gemeinderates unter dem Herrn Bürgermeister Pierre Wies sowie den angrenzenden Vertreter der Gemeinden, der Gendarmerie, der Mitgliedes der Rettungszentrums sowie der Bevölkerung. Ansprachen wurden gehalten von Chef de Centre adj. Chantal Berger, dem Herrn Bürgermeister Wies sowie der Direktorin adj. Mme Coner. Ein Ehrenwein beschloss die Einweihung.
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